RememberMe – the family network | Im Interview mit Marco Zimmermann

Sep 11, 2020 | Business

Interview mit Marco Zimmermann, Gründer von RememberMe 

Über App-Innovationendigitale Poesiealben und noch viel mehr. Heutiger Gast bei Wolfgang und Frank: Marco ZimmermannEin Mann, der mit seinem Start-Up definitiv in Erinnerung bleiben wird  

 

Alle Themen des Podcasts mit Marco Zimmermann im Überblick 

  • Marco packt aus. Von den guten und schlechten Seiten Berlins, seiner Feier-Affinität in der Jugend und wie hoffnungslos romantisch er seine Frau um den Finger gewickelt hat. (ab Minute 1:40)                                                                  
  • Wie die Grundidee zu RememberMe entstand. (ab Minute 8:10) 
  • Was genau kann die App denn eigentlich? Marco könnte vermutlich stundenlang weiterreden und Wolfgang und Frank ihm zuhören. (ab Minute 12:00) 
  • Nur für die Familie? Freunde gehören doch auch dazu. Eben! (ab Minute 17:40) 
  • Wie man sich den Weg von der Idee bis zur fertigen App vorstellen kann. Spoiler: es ist ein Hürdenlauf. (ab Minute 23:15) 
  • Warum Frank Marco in einem Satz mit Steve Jobs nennt. Muss man sich einfach anhören. (ab Minute 36:00) 
  • Es wird neues prominentes Podcast-Gast-Potenzial geliefert(ab Minute 39:10) 

Nicht schüchtern sein. Wen haben wir denn hier?

Vorab erwähnenswert: es ist Marcos erster “öffentlicher” Auftritt. Wir sind also ein wenig stolz, dass er dieses “erste Mal” mit uns hat. Der Ur-Berliner, aufgewachsen in Steglitz und Neuköllnhatte laut seiner eigenen Aussage eine bewegte Jugend (wer hätt´s gedacht von jemanden, der in Berlin aufgewachsen ist?) und hat sich früh als IT´ler selbstständig gemacht, denn “wer feiern kann, kann auch arbeiten”Mittlerweile ist er aber glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Mit seiner Frau war es übrigens Liebe auf den ersten Blick, zumindest von seiner Seite aus. Nach monatelangem Umwerben war es dann auch um sie geschehen. Hach, wie romantisch! Wolfgang ist neugierig und will wissen, wie ein “Berliner Original” die Stadt wahrnimmt. Was er besonders schätzt? “Berlin lebt rund um die Uhr. Essen, feiern, et. Das ist immer möglich, egal, wann.” Die Fahrradfahrer hingegen bezeichnet er als “Fahrrad-Cowboys”, die einfach keine Regeln befolgen. Man kennt sie; die ewige Autofahrer-gegen-Radfahrer-Diskussion.  

 

Der Weg von der Idee zur fertigen App

Die Grundidee zu RememberMe trägt Marco schon seit zehn Jahren “wie einen Rucksack mit sich herum”. Auslöser war der Tod seiner Oma“Über Celebrities findet man auch viele Jahre später noch haufenweise Infos, ganz öffentlich im Internet. Aber Bilder, Informationen (und heutzutage auch Video) der für uns wirklich wichtigen Personen gehen leider schnell verloren.” Irgendwann war es für Marco dann Zeit, seinen imaginären Rucksack abzusetzen, seine Ideen auszupacken und etwas daraus zu machen. So rief er vor einem Jahr RememberMe ins Leben.  

 

Die knallharten, spannenden Facts

Vorbei sind die Zeiten, in denen man mühsam verstaubte, ausgeblichene Polaroids zusammengesammelt hat- um am Ende gar nicht mehr zu wissen, wer darauf zu sehen ist. Die App bietet zum einen die Möglichkeit, bestehende Fotos, egal ob auf Papier oder schon auf dem Handy, in einen virtuellen, selbst gestaltbaren Stammbaum hochzuladen. Diesen kann man anschließend mit Familienmitgliedern und Freunden teilen und von ihnen erweitert werden. So wächst er stetig und ist immer weiter verzweigbar. Das Ganze funktioniert nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Videos, die mit Text und sogar Sprachnotizen ergänzbar sind. Aber RememeberMe ist viel mehr als ein digitales Fotoalbum. Ziel ist es, sicher und geschützt die Familie und Freunde am eigenen Leben teilhaben lassen zu können. Vernetzung mit vielen Fäden, die immer mehr werden. Transparent, aber trotzdem privat. Denn für Marco hat die Privatsphäre oberste Priorität. “Es soll ein geschützter Raum sein, in dem sich die Nutzer sicher fühlen, ohne Angst haben zu müssen, die privaten Urlaubsfotos der Kinder sind am Ende doch irgendwo öffentlich auf Facebook.”  

Komplett alle specialigen Specials gibt’s im Podcast zu hören! Die Bandbreite ist riesig. Etwa so wie ein Stammbaum. 

 

„Und dann hast du dich einfach hingesetzt und ´ne App gemacht?“

Ganz so einfach war´s natürlich nicht. Marco sagt selbst, hätte er gewusst, wie viele Hürden auf ihn zukommen, hätte er es vielleicht gar nicht gemacht. Ein Glück war es eben nicht so. Aufgebaut ist das Ganze auf vier Grundpfeilern: Programmierung, Marketing, juristischer Abteilung und Presseabteilung. Als das lief, beschloss Marco kurzerhand, einen Teil seiner Mitarbeiter zu Mitinhabern des Start-Ups zu machen. Das nenn ich mal einen Traum-Chef. Pluspunkt: die App ist gratis, dezent und zurückhaltend platzierte Werbung macht´s möglich. Wem das zu viel ist, eine Premium-Version gibt es auch bald. 

 

Steve Jobs und Peter Maffay?!

Ab dem 14.09.2020 kommt die Testversion auf den Markt, save the date! Frank greift hoch und nennt Marco in einem Satz mit Steve Jobs. Eine Innovation für Apps und das gesamte Privatleben ist RM auf jeden Fall. Den Mann müssen wir uns merken! Die finale Frage: “Wen wünschst DU dir als Gast beim HAUPTSTADTPODCAST?” beantwortet Marco lachend mit “Peter Maffay” und welchen Ur-Berliner? Die Drei suchen lange nach dem Namen. “Der kleine, dicke”. Irgendwann kommt die Erleuchtung. Es ist Heinz Buschkowsky, der ehemalige Bürgermeister von Neukölln. Na, da müssen sich Frank und Wolfgang aber ganz schön ins Zeug legen, um ihn jetzt noch als Gast zu gewinnen!

 

Clara Grieshaber